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ÄUSSERE MERKMALE Farbe: Weiss bis hellgelb, bei einigen Ocroma-Arten leicht rosa und bei älteren Bäumen im Kernbereich rötlich bis hellbraun. Sonst sehr einheitliches, schlichtes Holzbild ohne auffallende Merkmale.Der Faserverlauf ist gestreckt und gerade. Splint- und Kernholz sind bei jüngeren Bäumen farblich und strukturell kaum voneinander zu unterscheiden. Erst bei älteren Bäumen ist das weisse Splintholz und der rötlich-braune Kern eindeutig erkennbar. Die Zuwachszonen (Jahresringe) mit einer Breite von etwa 10 bis 35 mm sind kaum oder nur sehr undeutlich abgegrenzt. Auf klimatisch unteroptimalen Standorten, mit ausgeprägten Regen- und Trockenperioden, sind die Zuwachszonen durch die unterschiedliche Gefässdichte sowohl farblich wie auch Härtemässig gut voneinander zu unterscheiden. Die Gefässe (Poren) und Markstrahlen sind auf sauberen Querschnitt mit blossem Auge gut erkennbar. Die Markstrahlen sind im Radialschnitt deutlich sichtbar als breite, glänzende Spiegel ausgebildet. Die Markröhre hat in der Regel einen geraden Verlauf mit einem Durchmesser von ca. 1,0 bis 2,0 cm. Das Mark ist weiss, weichplastisch, ähnlich dem Holunderstrauch. Die Oberfläche des trockenen, gehobelt oder geschliffenen, Holzes ist seidig glänzend und fühlt sich samtig-weich an. Holzfehler: Mittel bis Stark Exzentrischer Stammwuchs und dadurch vielfach Stamm-Innenrisse bedingt durch Zugholz-Wachstumsspannungen. Balsa neigt auf unteroptimalen Standorten u/o bei älteren Bäumen zur Bildung von ausgeprägten, von der Basis konisch im Stamm verlaufenden, Rotkern oder zum sogn. Wasserherz. Dieses kann bei älteren Bäumen bis zu 50% des Stammvolumens ausmachen. Braun-gelbliche Flecken innerhalb einer oder mehrerer Wachstumszonen, die sogn. "Mineralflecken". Untersuchungen zeigen allerdings das diese nicht mineralischen Ursprungs sind, sondern vermutlich auf Sekretreaktionen bei Verletzungen durch Insektenbefall im Frühstadium des Baumwachstums zurückzuführen sind. Das Auftreten dieser Flecken wird nur bei leichtem Holz beobachtet. Nach dem f ällen und einsägen im waldfrischen Zustand und bei Freilufttrocknung ist Balsa sehr anfällig für Pilz- und Insektenbefall (Verblauung). Bei zügiger Einbringung in Trocknungsanlage erübrigt sich eine fungizide und insektizide Vorbehandlung des frischen Holzes. Getrocknet und bei längerer statischer Lagerung anfällig für Insektenbefall. Balsa ist von sehr geringer Dauerhaftigkeit (Klasse V) und nicht Witterungsfest. ANATOMISCHE MERKMALE Querschnitt Die Gefässe (Poren) sind sehr gross, zerstreut und nicht sehr zahlreich. Sie sind bei sauberem Querschnitt mit blossem Auge gut erkennbar. Längsschnitt (Radial-Tangential) Die Porenrillen sind durch bräunlichen Wandbelag deutlich abgebildet. TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN Balsa ist mit einer Rohdichte (r10) von im Mittel 0,15 g/cm3 (150 kg/m3) das leichteste der bekannten Holzgewächse. Zusammen mit seiner Schnellwüchsigkeit nimmt es damit eine Sonderstellung unter den Hölzern ein. Allerdings kann die Rohdichte eine enorme Streuung, aufweise die von etwa 0,06 g/cm3 bis 0,35 (0,40) g/cm3 (60 bis 350 [400] kg/m3), reicht. Eine derartige Streubreite ist bei keiner anderen Holzart anzutreffen. Sie wird primär durch Standortfaktoren (Klima, Boden, Geographie), sowie auch das Alter des Baumes bestimmt. Nur optimale Standorte und junge Bäume (max. 5-7 Jahre) vermögen das begehrte leichte und helle Balsaholz zu liefern. Die Rohdichte des für einen Grossteil für die kommerzielle Nutzung verwendeten Holzes liegt zwischen 0,10 und 0,25 g/cm3 (100-250 kg/m3). Balsaholz wird darum für seine verschiedenen Verwendungszwecke Primär durch seine Rohdichte (equivalent = Härte) definiert:
Bedingt durch die geschlossene, gestreckte Zellstruktur und relativ langen Fasern sind die Festigkeitswerte von Balsaholz im Verhältniss zur Rohdicht ausgezeichnet. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die statische Biegefestigkeit, das Elastizitätsmodul und die hohe Druckfestigkeit parallel zum Faserverlauf. Dadurch ergeben sich für dieses Holz eine ganz Reihe von speziellen Anwendungen in vielen Bereichen. Aufgrund seines hohen Porenanteiles von ca. 91% und der geringen Wärmeleitfähigkeit eignet sich Balsa u.a. vorzüglich als Schalldämmungs- und Isoliermaterial. Der hohe Zelluloseanteil von etwa 50% und eine Zellstoffausbeute von etwa 30% machen Balsa auch für die Zellstoffgewinnung und Papierherstellung interessant. Durch das Fehlen von reaktiven u/o toxischen Inhaltsstoffen, mit einem fast neutralen pH-Wert von 6,7 (sehr schwach sauer), ist Balsa chemisch (fast) inaktiv. |
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